Rückblick auf das Weltcup-Wochenende in Lenzerheide

Bereits am frühen Donnerstag morgen startete unserer U23-Fahrer Luis Oßwald in das Weltcup-Wochenende. Zwischen 9 und 10 Uhr musste Luis sich für das Rennen registrieren, um dann auch die Erlaubnis zu haben die Trainingssession auf der Strecke am Donnerstag mitnehmen zu können. Ansonsten hätte der minutiös geplante Weltcup keinen weiteren Trainingsslot für Donnerstag gehabt.
Das Training lief recht zufrieden stellend. Die Strecke bietet einige Passagen denen besondere Aufmerksamkeit geboten werden muss um die richtige Linienwahl zu treffen. Ansonsten meinte Luis, dass der Kurs keine extremen Schwierigkeiten beinhaltet. Allerdings ist die gesamte Strecke durch den Staub sehr rutschig und der schnelle Kurs bedeutet, dass man überall wachsam bleiben muss.
In der 2.Trainingssesion am Freitag bestritt Luis auch gleich seine Rennvorbelastung und nahm ein paar schnelle Runden unter die Stollen. Die finalen Linien über die vermeintlich entscheidenden Passagen wurden nochmals festgelegt. Mit einem guten Gefühl für die Strecke schloss Luis den Trainingsblock dann ab. Allerdings war ihm auch direkt bewusst, dass aufgrund der Startposition, das Rennen für ihn schnell in eine kritische Phase kommen kann, da die schnellen Fahrer die Pace auf der relativ kurzen Runde hoch halten werden und die 80% Regel vermutlich sehr früh greifen wird.
Für Luis stand am Samstagmorgen dann nur eine kleine KB-Runde auf dem Trainingsplan, welche er am Wohnort in der Nähe von Savognin entspannt geniesen konnte. Der Samstagnachmittag stand dann zur Erholung und freien Verfügung auf dem Programm. Diese Zeit nutze Luis, um sich den Downhill Weltcup anzuschauen, der ebenfalls parallel in Lenzerheide anstand.
Am Sonntag morgen hieß es dann sich für das Rennen vorzubereiten. Der Rennstart um 11 Uhr bedeutete eine etwas kürzere Nacht als gewöhnlich vor den Rennen. Dennoch war die Vorfreude den SV Reudern heute im Deutschland- Jersey beim Weltcup vertreten zu dürfen.
Eigentlich sollte Luis von insgesamt 96 Teilnehmer aus 23 Nationen als 93. ins Rennen starten. Am Vorabend war aber schon klar, dass nur 87 Fahrer das Rennen aufnehmen werden. Folglich rutschte Luis auf den Startplatz 85. Sein Rennziel wollte Luis nicht an einer konkreten Platzierung ausmachen, allerdings erhoffte sich Luis seinen Startplatz doch noch etwas verbessern und in die Top75 fahren zu können.
Das Rennen begann vielsprechend. Aus der letzten Startreihe wählte Luis eine geschickte Linie und konnte zunächst seine gute Fähigkeiten am Start ausnutzen. Ein kleiner Crash an der ersten engeren Kurve umsteuerte Luis geschickt und konnte sich bis ins Mittelfeld vorarbeiten. Doch leider merkte Luis ab diesem Zeitpunkt, dass irgendetwas in seinem Körper nicht wie gewohnt funktionierte. Bereits auf der 1. Hälfte des Startloops begann die Lunge schmerzhaft zu brennen wonach auch die Atmung sehr schwer fiel. Worauf dies zurückzuführen ist, ist nur schwer rauszufinden, hatte Luis im Training doch überhaput keinerlei dieser Probleme. Leider musste Luis dann Fahrer um Fahrer an sich vorbeiziehen lassen. Die Muskulatur bekam durch die eingeschränkte Atmung eben auch keine ausreichende Versorgung mehr. Am Ende der 3 von 7 Runden war schon klar das Luis nun aufgrund der 80% Regel bereits in seine letzte Runde gehen wird. Er versuchte nochmals alles aus sich herauszuholen, doch am Ende belegte Luis „leider nur“ den 79.Platz und war somit der letzte Fahrer der das Rennen finishte. Luis selbst war natürlich etwas geknickt, hatte er sich doch für das Rennen mehr vorgenommen.
Trotz allem wird diese Wochenende positiv in Erinnerung bleiben und Luis blickt schon voller Vorfreude auf das nächste Weltcup-Rennen in LaThuile in 2 Woche. Dazwischen steht allerdings noch eine Rennen am kommenden Samstag in Koppl / Österreich auf dem Programm.